Konfliktmanagement ist kreativer Umgang mit Konflikten

Konfliktmanagement beginnt bereits im persönlichen Bereich und ist als aktive Seelenhygiene zu sehen.

Konfliktmuster sind Teil der Persönlichkeit eines Menschen und haben sich bereits seit der Kindheit entwickelt. Mitprägend sind die Streitkultur in der Herkunftsfamilie und die Geschwisterkonstellation.

Konfliktvermeider haben ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Sie gelten als diplomatisch, sozial und kollegial und können schwer „Nein“ sagen. Sie stellen ihre eigenen Bedürfnisse eher zurück, um Konflikte zu vermeiden.

Konfliktfreudige haben ein großes Bedürfnis sich abzugrenzen und zu gewinnen. Sie haben ein hohes Durchsetzungsvermögen und vertreten mit Energie ihre Standpunkte.

Konflikte, die nicht bearbeitet werden, haben die Neigung zur Eskalation.

Prof. Friedrich Glasl hat mit seinen neun Eskalationsstufen gezeigt, wohin es führen kann, wenn Konflikte nicht bearbeitet werden. Während in den ersten drei Stufen noch eine WIN-WIN Lösung möglich ist, führt eine weitere Eskalation dazu, dass ein Sieger und ein Verlierer oder zwei Verlierer vom Feld gehen.

Konflikte verändern das Erleben und Verhalten:

Wahrnehmung und Denken engen sich durch Konflikte ein und werden verzerrt. Bereits kleinste Anlässe rufen starke Gefühle hervor und oftmals geht die Kontrolle über das eigene Handeln – bis hin zu Gewaltausbrüchen – verloren.

Ungelöste Konflikte können zu Lebenskrisen Krankheit, Gewalt und Leid führen bzw. in Organisationen zur Lähmung der Arbeitsabläufe oder zum Tod der Organisation führen. Werden Konflikte gelöst, so haben sie das Potential zur Entdeckung neuer Fähigkeiten und Ressourcen.

Erfolgreiche Unternehmen haben ein gutes Konfliktmanagement. Wo dieses fehlt, geht viel Energie durch Reibereien und Grabenkämpfe verloren, die für kreative Lösungen notwendig wäre.

Eine Hauptursache von Konflikten im zwischenmenschlichen Alltag ist Stress, daher ist Stressmanagement auch ein wichtiger Beitrag für ein erfolgreiches Konfliktmanagement.

Durch Kommunikationstrainings ist es möglich, Konflikte zu entschärfen und in konstruktive Zusammenarbeit zu verändern. Dies wird nicht immer gelingen, da zum Streiten wie auch zum friedlichen Konsens immer zwei gehören. In Betrieben installiertes Konfliktmanagement trägt in hohem Maß dazu bei, dass Konflikte vermieden werden können oder bereits in einer Phase bearbeitet oder geklärt werden, in der die Chance für eine gute Lösung noch am höchsten ist.