Durch hohe Erwartungen entwickelt sich das Fest des Friedens und der Liebe jedes Jahr in vielen Familien zum Höhepunkt von Streitereien und enttäuschten Erwartungen. Mit etwas Vorbereitung und der richtigen Einstellung können Stress, Enttäuschungen und Streit weitgehend vermieden werden.

Vor Weihnachten kommen jedes Jahr viele Menschen an die Grenzen ihrer Energie. Offene Projekte sind noch abzuschließen, Aufträge für das kommende Jahr müssen begonnen werden. Zum Stress am Arbeitsplatz kommen noch die Vorbereitungen für die Festtage. Das Auto muss noch zum Service, die Wohnung soll auf Hochglanz gebracht werden, Geschenke müssen besorgt und Einkäufe für das Weihnachtsessen gemacht werden. Es soll an nichts fehlen und die Wünsche aller Familienmitglieder sollen möglichst erfüllt werden. Tage vor dem Fest leiden manche bereits an Kopfschmerzen und Erschöpfungszuständen. Vor den Feiertagen steigt die Spannung noch. Wer wird sich diesmal über das Essen beschweren? Werden die Kinder mit den Geschenken zufrieden sein? Wer wird dieses Mal beim trauten Miteinander ins Fettnäpfchen treten?
Durch die zusätzlichen Termine vor Weihnachten und den Wunsch, es allen recht machen zu wollen, liegen bei vielen die Nerven blank. Oft genügen dann ein unbedachtes Wort, der Frust über ein nicht passendes Geschenk oder eine kleine Stichelei um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Wenn dann noch reichlich Alkohol konsumiert wird, kann aus dem erhofften Fest des Friedens eine handfeste Streiterei mit weitreichenden Folgen werden.

Tipps für ein friedvolles Weihnachtsfest

Erwartungen klären, denn zu hohe Erwartungen stören Weihnachtsfrieden

Besprechen Sie bereits rechtzeitig vor dem Fest die Vorstellungen der einzelnen Familienmitglieder. Sie werden nicht alle Wünsche erfüllen können, daher sind Kompromisse nötig, die man am besten vorher klärt. Je höher die Erwartungen sind, desto wahrscheinlicher kommt es zu Enttäuschungen. Und denken Sie beim Einkaufen der Geschenke daran, dass man Liebe und Freude nicht kaufen kann.

Offen sein für Neues

Wenn mehrere Familien sich treffen, dann prallen oft auch ganz unterschiedliche Traditionen und Sichtweisen aufeinander. Gehen Sie mit Neugier, Freundlichkeit und Offenheit zu solchen Treffen. So können Sie sich entspannter auf Unbekanntes einlassen.
Auch in der eigenen Familie lohnt es sich, gelegentlich zu fragen, ob die bisherigen Traditionen noch passend für die Familie sind.

Stress in Grenzen halten

Verwandtenbesuche können sehr anstrengend sein. Teilen Sie Ihre Besuche auf mehrere Tage auf und geben Sie den Kindern dazwischen genügend Freiraum und Ruhezeiten. Wenn Teenager keine Lust zum Verwandtenbesuch haben, dann bringt es nur Stress, wenn sie trotzdem mitgehen müssen. Sprechen Sie über die Terminpläne und berücksichtigen Sie auch die Bedürfnisse Ihrer Kinder.

Rechthaberei keine Chance geben

Bei gemütlichen Familientreffen seine Meinung unbedingt durchsetzen wollen, führt leicht zu peinlichen Streitereien. Vermeiden Sie Themen, bei denen von den Beteiligten stark unterschiedliche Sichtweisen zu erwarten sind. Falls es trotzdem zum Streit kommt, dann sagen Sie freundlich und klar dass Sie jetzt keinen Streit haben wollen und schlagen Sie ein anderes Gesprächsthema vor.
 

Lächeln Sie und der Tag wird freundlicher

Feiertage bringen aufgrund der geänderten Tagesabläufe besondere Herausforderungen für das Zusammenleben. Man verbringt als Familie viel Zeit miteinander und hat nicht den gewohnten Tagesrhythmus. Das macht vielen Menschen Stress. In diesen Zeiten ist es gut, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und auch einmal eine Unmutsäußerung großzügig zu überhören. Ein freundliches Wort und ein Lächeln können in diesen Situationen Wunder wirken und dazu beitragen, dass Weihnachten zu einem schönen, friedlichen Fest wird. Damit das freundliche Wort in der Situation auch gelingt, können Sie heute schon mit dem Training beginnen. Lächeln Sie sich jeden Tag vor dem Spiegel selber zu und sagen Sie zu Ihrem Spiegelbild: „Schön, dass es Dich gibt.“ Das wird Sie positiv verändern.

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